Melonen an die Macht?

Politik | aus FALTER 38/02 vom 18.09.2002

ROT-GRÜN Bei der Wahl im November könnte sich erstmals eine Koalition aus Sozis und Ökos ausgehen. Außen grün, innen rot - schmecken die Melonen süß oder wässrig? GERALD JOHN und EVA WEISSENBERGER

An den schwarzen Fingern hätte man sie erkennen können, jene Grünen, die sich Hoffnungen machen, demnächst am Ballhausplatz oder auf der Stubenbastei zu logieren. Beim Parteifest unter den Arkaden des Rathauses, das geschwind zum Wahlkampfauftakt für die vorverlegte Nationalratswahl im November umfunktioniert wurde, rissen sich die Parteigranden den druckfrischen Standard aus den Händen. Jeder wollte wissen, ob das rosa Blatt beim neuesten Ministerkarussell auf ihn setzt. "36 Ressorts müss ma machen", rechnete ein Mandatar vor, "dann bring ma alle unter." Während manche Promis schon an der genauen Kompetenzverteilung zwischen roten und grünen Ministerien tüftelten, dachte eine andere Grüne an die argwöhnische Parteibasis und beschwerte sich bei den Standard-Redakteuren:


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