AUSLÄNDERWAHLRECHT

Inder an die Urne

JULIA ORTNER | Politik | aus FALTER 38/02 vom 18.09.2002

Der kleine blonde Österreicher-Bub schaut traurig mit seinen großen blauen Augen. Das dunkelhaarige Mädchen schaut traurig mit seinen großen braunen Augen. "Mein Papa sagt, mit einer wie dir darf ich nicht spielen." Niedliche Kinder und menschliche Botschaften haben auf den Plakaten der Integrationskampagne der Stadt vor den vergangenen Wiener Wahlen um Verständnis für Zuwanderer geworben. Nur niemanden vor den Kopf stoßen, nur nicht polarisieren war das Motto der 1,7 Millionen Euro teuren Kampagne. Integrationspolitik in homöopathischen Dosen, damit man die Bevölkerung nicht zu sehr verschreckt. Ein Motto, dass sich durch die rote Zuwanderungspolitik der vergangenen Jahre zieht: So wird auch der Gemeindebau seit kurzem vorsichtig für Ausländer geöffnet - aber nicht zu weit. Und mit dem neuen Ausländerwahlrecht auf Bezirksebene, das jetzt im Herbst beschlossen werden soll, dürfen künftig auch Zuwanderer in Wien an die Urne - aber nicht zu früh. Fünf Jahre müssen Drittstaatsangehörige

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