Presseschau

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 38/02 vom 18.09.2002

Normalerweise ist eine Parteizeitung schnell gemacht. Man druckt ein paar Presseaussendungen unkommentiert ab und sucht die hübschesten Porträtfotos dazu aus. Schwierig wird es erst, wenn die Parteiflügel aufgeregt flattern und der Richtungsstreit nicht mehr ignoriert werden kann. Oder doch? Das FPÖ-Blatt Neue Freie Zeitung schrieb am Mittwoch: "Im Zuge der Delegiertenversammlung am 7. September 2002 wurde zur Entschärfung der Krise nachfolgender Kompromissvorschlag zwischen Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Verteidigungsminister Herbert Scheibner - beide von Vizekanzlerin Riess-Passer mit einem Verhandlungsmandat ausgestattet - und Jörg Haider ausgearbeitet. Er streicht die freiheitliche Position gegenüber der ÖVP hervor und er gibt ein uneingeschränktes Bekenntnis zur Unterstützung der Regierungsarbeit des FPÖ-Teams unter Vizekanzlerin Riess-Passer ab." Und: "Damit war die Tür zu einem tragfähigen Kompromiss im Interesse aller Beteiligten noch einmal weit aufgemacht. Jede der beiden Seiten konnte sich in den formulierten Inhalten wiederfinden." Eine halbe Woche zuvor war die Parteichefin zurückgetreten. Aber wer weis schon, was morgen, übermorgen oder nächsten Samstag passiert.

EVA WEISSENBERGER


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