Zuckende Zellen

Kultur | aus FALTER 38/02 vom 18.09.2002

Tanz Die Amerikanerin Meg Stuart, deren erstes Stück unlängst in Wien zu sehen war, zeigt im Tanzquartier jetzt ihre jüngste Arbeit. Porträt einer Choreographin, die Tanz mit der Intensität von Sport betreibt. KARIN CERNY

Sogar mit dem Bestellen von sprachlich so schwierigen Kombinationen wie "Ziegenkäse im Speckmantel" hat die 1965 in New Orleans geborene Meg Stuart in Wiener Restaurants mittlerweile kein Problem mehr. Schließlich ist die Choreographin und Tänzerin gerade artist in residence an Christoph Marthalers krisengeschütteltem Züricher Schauspielhaus, wo auch ihr Lebensgefährte, der Theaterregisseur Stefan Pucher, fest stationiert ist. Schwierig wird es nur, als Stuart eine "Apfelsaftschorle" dazu ordert. Die Kellnerin schaut verdutzt, Vermittlung ist nötig.

  Das Treffen mit Meg Stuart fand im Sommer statt, als beim Festival ImPulsTanz ihre erste abendfüllende Choreografie, "Disfigure Study" von 1991, eingeladen war. Stuart, die außerordentlich entspannt wirkte,

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