Dort, wo's weh tut

SEBASTIAN FASTHUBER | Kultur | aus FALTER 38/02 vom 18.09.2002

LITERATUR David Foster Wallace gibt in "Kurzen Interviews mit fiesen Männern" Auskunft über die amerikanische Alltagshölle und beschreibt in "Schrecklich amüsant..." den bizarren Versuch, dieser per Luxusdampfer zu entfliehen. SEBASTIAN FASTHUBER

Als sie einander vorgestellt wurden, machte er eine witzige Bemerkung in der Hoffnung, damit gut anzukommen. Sie lachte nachhaltig in der Hoffnung, damit gut anzukommen. Später fuhren sie getrennt nach Hause, den Blick starr geradeaus gerichtet und mit demselben verkrampften Ausdruck im Gesicht. Der Mann, der sie einander vorgestellt hatte, mochte eigentlich keinen von beiden besonders, tat jedoch so, weil er das gute Verhältnis nicht belasten wollte. Man konnte ja nie wissen, oder? Oder? Man konnte ja nie wissen."

  Bemerkenswert, wie der gefeierte amerikanische Autor David Foster Wallace unter dem sinnigen Titel "Ein stark verkürzter Abriss des postindustriellen Lebenstils" mit einigen wenigen Sätzen die Ökonomie der modernen Beziehungswelt

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige