NÜCHTERN BETRACHTET

Mein felinophiles TV-Männerkränzchen

Kultur | aus FALTER 38/02 vom 18.09.2002

Zu meinen Lieblingszweigen der Unterhaltungsindustrie zählt die Meinungsforschung. Ich bewundere ihre autopoetische Kraft, mit der sie ausschließlich damit beschäftigt ist, uns einzureden, dass sie zu irgendetwas nutze wäre. Dieser Tage wurde ich wieder mit einem Produkt der Meinungsforschung konfrontiert. Weil mir am Weekend immer fad im Schädel ist und ich nie weiß, welchen Event ich wahrnehmen soll, lese ich regelmäßig Format. Und dessen jüngster Ausgabe konnte ich Folgendes entnehmen: "Eine Studie, die das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag von Pro 7 durchgeführt hat, ergab, dass Zuschauerinnen vor allem der New Yorker Lifestyle fasziniert. En passant legte die Studie auch bloß" - ich lese Format auch wegen der Eleganz solcher Formulierungen -, "dass Männer, die ,Sex and the City' schrecklich finden, auch jene sind, die keine Katzen mögen: Beide sind ihnen unheimlich." Die erste Schwierigkeit ergibt sich schon beim Versuch, zu enträtseln, wer mit "beide" gemeint


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