Planet Santora

Stadtleben | WOLFGANG PATERNO | aus FALTER 38/02 vom 18.09.2002

ESPRESSO Und das gelbe Schild mit schwarzer Schrift leuchte: Seit über hundert Jahren versorgt die Rösterei "Santora" Wien mit Kaffee. Und dem ganz eigenen Flair, das man nur in den Santora-Nobelrestaurants, Santora-Grillstationen und Santora-Kaschemmen findet. WOLFGANG PATERNO

Am Wirtshaustisch der "Mühle" werden sehr kurze Geschichten über das Töten, das Lügen, über Krankheiten und Enttäuschungen erzählt, das ganze Verhängnis des Lebens. Aus den Chronikspalten der Zeitungen, nie ist damit Schluss, jeden Tag geht es wieder von vorne los, entstehen dunkle, verwobene Geschichten, irgendwie kennt man seine Pappenheimer. War nicht auch der Dingsbums, na, wie heißt er, öfters in dem Lokal nebenan, na, in diesem Dingsbums halt?

  Ist, übrigens, der Fredl nicht schon lange krank? Krebs? Und die Marianne? Die war auch schon länger nicht mehr da.

Ein Kaffee, ein Santora-Kaffee, wird selten beordert, man trifft sich eher nicht zum Kränzchen mit Kuchen und Kaffee. Chefin, bitteschön,


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