Hendldämmerung

Vorwort | UWE MATTHEISS | aus FALTER 39/02 vom 25.09.2002

KOMMENTAR Warum Jörg Haiders Reich nicht so ganz von dieser Welt ist. 

Die Minister des "reformistischen" FPÖ-Flügels waren kaum zurückgetreten, und die Umfragewerte der Partei gingen vom unmerklichen Schwund in den freien Fall über, da wurde auf den Meinungsseiten österreichischer Blätter schon echte Bärentaler Felle feilgeboten. Diesmal, so schien es, habe Jörg Haider den Bogen überspannt und im vorerst letzten Zug seines "Bin schon weg!/Wieder da!"-Spiels auch die treuesten Anhänger irritiert. Dass er jetzt noch mitten in der Krise unbeschädigt als der wie eh und je strahlende weiße Ritter mit Auftritt von rechts auf der Szene erscheinen könnte, um das Schlachtenglück seiner angststarren Vasallen zu wenden, glaubt vorerst keiner mehr.

  Haider gibt zumindest die kommende Wahlentscheidung vorab verloren. Das bringt jene Medienleute in Wallung, die die eigenen Instrumente für die Botschaft halten und in kurzfristigen demoskopischen Schwankungen schon reale Machtverschiebungen


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