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Politik | N.H. | aus FALTER 39/02 vom 25.09.2002

Was muss ein haidertreuer Freiheitlicher tun, damit er von seiner Partei in die Wüste geschickt wird? Reinhart Gaugg hat alles probiert - und nichts hat funktioniert. Zuerst übte sich der FP-Sozialsprecher als Nazi-Buchstabierer ("neu, attraktiv, zielstrebig, ideenreich"), dann zerstörte Gaugg als designierter Vizechef der Pensionsversicherungsanstalt, der nicht einmal die entsprechenden Dienstprüfungen hatte, mit Sondervertragswünschen das Image der FPÖ als Anti-Privilegien-Partei. Und schlussendlich verweigerte er nach einer rauschenden Nacht bei einer Verkehrskontrolle den Alkomat-Test, trat zurück und verschwand nach Florida. Jetzt scheint sich endlich der richtige Posten für den glücklosen Fast-Direktor gefunden zu haben. Und zwar wieder bei der Pensionsversicherungsanstalt, diesmal aber in Kärnten. Die nötigen Zusatzprüfungen hat der Langzeit-Freiheitliche zwar immer noch nicht nachgeholt, aber das macht ja nichts. Wird sich schon ein Sondervertrag für ihn finden. "Ja soll sich der Gaugg erschießen?", schimpfte der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider mit Journalisten, die wissen wollen, weshalb gerade Superheld Gaugg nun einen so hoch dotierten Posten in Kärnten kriegen soll. Nein. Erschießen verlangt wirklich niemand. Aber er könnte es doch ausnahmsweise einmal in der Privatwirtschaft versuchen. N. H.


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