"Die Krawatte bleibt"

Politik | EVA WEISSENBERGER und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 39/02 vom 25.09.2002

SPÖ Der rote Spitzenkandidat für Wien, UNO-Botschafter Wolfgang Petritsch, über sein vorzeitiges Outing, seine Pläne fürs Außenamt und Ferrero-Waldners Laokoon-Problem. 

Ich hätte noch gerne etwas Ruhe gehabt", gesteht Wolfgang Petritsch, "schließlich hab ich in Genf noch viel zu tun." Am Wochenende outete profil endlich den ersten potenziellen Minister in Alfred Gusenbauers lang angekündigtem "Kabinett des Lichts". Dabei sollte Petritsch den Wiener Genossen erst Anfang Oktober präsentiert werden. Österreichs bekanntester Diplomat, seit wenigen Monaten Botschafter bei den Vereinten Nationen, tritt als Spitzenkandidat in Wien an. Bei einer Regierungsbeteiligung der Roten ist Wolfgang Petritsch damit auch heißester Anwärter für das Amt des Außenministers. Der 55-jährige Kärntner Slowene war einer der engsten Mitarbeiter Bruno Kreiskys, 1997 wurde er als Botschafter nach Belgrad berufen. Im Zuge des Balkan-Konflikts stieg Petritsch zum Sondergesandten der EU für den Kosovo


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