PROTOKOLL EINER WAHLNACHT

Politik | aus FALTER 39/02 vom 25.09.2002

"Mehrheit ist Mehrheit"

Sonntag, 18 Uhr Als die ersten Hochrechnungen über die Leinwände flimmern, wird es ganz still in der Berliner SPD-Zentrale. Die meisten Insitute haben die Unionsparteien mit zwei Prozent vorne. Als prognostiziert wird, dass die Grünen mit neun Prozent die FDP deutlich abhängen, brandet leiser Jubel auf. Die Institute prophezeien eine leichte Mehrheit für Rot-Grün.

18.35 Uhr Von den Bundespolitikern tritt als Erstes das Vorsitzenden-Duo der Grünen, Claudia Roth und Fritz Kuhn, auf die Bühne des Tempodrom in Berlin-Kreuzberg. "Danke für unseren Joschka, der einen tollen Wahlkampf gemacht hat", ruft Claudia Roth in die Menge. Ihre Stimme überschlägt sich.

18.40 Uhr In der Hochrechnung der ARD wird erstmals prophezeit, dass Schwarz-Gelb, also CDU/CSU und FDP knapp die Nase vorne haben werden.

18.47 Uhr Besser zu früh gefreut als gar nicht gefreut, dürften sich Angela Merkel und Edmund Stoiber gedacht haben, als sie auf die Bühne des CDU-Hauptquartiers kletterten.


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