Presseschau

Medien | aus FALTER 39/02 vom 25.09.2002

S. G. hat dem "Dolce vita" diese Woche das Dolce far niente vorgezogen. Das Eckerl auf der Gesellschaftsseite des profil, wo normalerweise die Unterlippe und die Zicken von Q. ausführlich besprochen werden, schrumpfte zu einem Streifen mit der Zeile: "Q. ist unpässlich." Ja, und? Ist Q. nicht immer krank, angerührt oder verstimmt? Ich war auch unpässlich. Und trotzdem lesen Sie hier was. Oder gerade deswegen. Wer krank ist, hat viel Zeit, unnützes Zeug zu lesen. Zum Beispiel, was Woman Christina Lugner über Susanne Riess-Passer sagen lässt: "Ich als große Feministin werde diese fähige, charakterstarke Vizekanzlerin unterstützen. Einen Solidarakt in der Lugner City wird es so rasch wie möglich geben." Oder was die Kronen Zeitung neuerdings von Planwirtschaft hält: "Sie wollen um Mitternacht eine Computerdiskette kaufen? Oder eine Stunde später zum Friseur gehen? Und um zwei in der Früh ein Wiener Schnitzel auf Ihr Hotelzimmer kommen lassen? Kein Problem! Jedenfalls in Schanghai. Der Kommunismus hier machts möglich." Darfs denn sowas geben? Hat die Darmgrippe womöglich auch Hans Dichand erwischt? Gute Besserung uns allen.

EVA WEISSENBERGER


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