SPIELPLAN

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 39/02 vom 25.09.2002

Der Wiener Autor Armin Baumgartner hat für die Schauspieler Philipp Brammer und Katharina Schwarz ein Stück geschrieben. Es heißt "Brammer sieht Schwarz" und ist ungefähr so originell wie sein Titel: Ein Mann und eine Frau, die sich selbst und doch auch eine Rolle spielen, in einem Stück, das über den ersten Akt nie hinauskommt und sich als Endlosschleife entpuppt. Der theaterimmanente Überschmäh des Textes ("Haben Sie überhaupt Gefühle, Brammer?" - "Fragen Sie mich das als Bühnenfigur oder als Mensch?") geht einem relativ bald auf die Nerven; die Inszenierung im dietheater Konzerthaus (Regie und Bühne: Thomas J. Jelinek) wirkt seltsamerweise unter- und übermotiviert zugleich. Dem zuletzt am Burgtheater ("Die Möwe") engagierten Philipp Brammer - ein ungewöhnlicher, sehr entspannter Schauspieler mit sehr körperlicher Komik - ist es zu verdanken, dass der Abend insgesamt trotzdem nicht unwitzig ist. Dass das Stück auch in Buchform (Triton Verlag) erschienen ist, erscheint

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