Neue Platten

Kultur | aus FALTER 39/02 vom 25.09.2002

JAZZ

Patricia Barber: Verse

Blue Note & Premonition / EMI

siUnter den zeitgenössischen Jazzsängerinnen ist Patricia Barber eindeutig die coolste und intellektuellste, eine Susan Sontag mit der Stimme von Diane Krall gewissermaßen. Hatte die Singer/Songwriterin aus Chicago für ihr Blue-Note-Debütalbum "Nightclub" noch das große amerikanische Liederbuch hergenommen, so interpretiert sie nun auf "Verse" ausschließlich Eigenkompositionen, die es in sich haben: eingängige Melodien, raffinierte Arrangements, die für die famosen Begleitmusiker (u.a. Joey Baron und Dave Douglas) viel Raum lassen, und vor allem Barbers smarte, anspruchsvolle Texte, die auf der Höhe der Zeit Themen der Liebe ebenso verhandeln wie solche der Malerei ("If I were blue") oder der Kochkunst ("I could eat your words"). Und dann ist da noch Barbers unterkühlte, vibratolose Altstimme, die bei empfindsameren Gemütern unweigerlich für Gänsehaut sorgt.

KLAUS TASCHWER

LOKAL/GLOBAL

Mamadou & Mariam: Wati

Universal

si"Groove"


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