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Black & Proud

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 39/02 vom 25.09.2002

Die von dem deutschen Journalisten Jonathan Fischer kenntnisreich zusammengestellte zweiteilige CD-Compilation "Black & Proud - The Soul of the Black Panther Era Vol. 1 + 2" (Trikont/Hoanzl) liefert ein schönes Beispiel dafür, wie Popmusik als Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen und als Träger politischer Botschaften fungieren kann. Der Fokus der insgesamt 37 Stücke liegt auf Funk- und Soulaufnahmen der Sechziger- und Siebzigerjahre, die sich inhaltlich dezidiert mit der rassistischen Gesellschaftsordnung der USA auseinander setzen und so auf popmusikalischer Ebene jene Themen reflektieren, die einst auch zur Gründung der im CD-Titel angesprochenen Black Panther Party For Self-Defence führten.

Der Konnex zum Pop ist im Fall der Black Panther auf zwei Ebenen gegeben. Als sich die Gruppe in der zweiten Hälfte der Sechziger auf dem Höhepunkt der Bürgerrechtsbewegung zum militanten Black-Power-Flügel formierte, waren ihre Protagonisten von Beginn an nicht nur ein politischer


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