Hausmusik bei Musil

CARSTEN FASTNER | Kultur | aus FALTER 39/02 vom 25.09.2002

MUSIK Barocke Intimität, schwüles Fin-de-Siècle-Flair, nostalgischer Charme: Für sein Festival "Geheimnis Musik" gelang es dem Musikveranstalter Jeunesse, das lange verschlossene Palais Schönburg zu öffnen. 

Wäre jenes elegante Paar, das am Beginn von Robert Musils Roman "Der Mann ohne Eigenschaften" die Wiedner Hauptstraße hinauf schlendert, noch ein wenig weiter gekommen, "so würde es etwas gesehen haben, das ihm gewiss gefallen hätte. Das war ein teilweise noch erhalten gebliebener Garten aus dem 18. oder gar 17. Jahrhundert, und wenn man an seinem schmiedeeisernen Gitter vorbeikam, so erblickte man (...) so etwas wie ein kurzflügeliges Schlösschen, ein Jagd- oder Liebesschlösschen vergangener Zeiten. Genau gesagt, seine Traggewölbe waren aus dem 17. Jahrhundert, der Park und der Oberstock trugen das Ansehen des 18. Jahrhunderts, die Fassade war im 19. Jahrhundert erneuert und etwas verdorben worden, das Ganze hatte also einen etwas verwackelten Sinn, so wie übereinander

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