Olympiade der Killer

MICHAEL LOEBENSTEIN | Kultur | aus FALTER 39/02 vom 25.09.2002

FILM Johnnie Tos schriller Thriller "Fulltime Killer" inszeniert Auftragsmörder als Hochleistungssportler und Medienstars. 

Dass Rauchen auf lange Sicht tödlich sein kann, weiß man mittlerweile. Dass sich aber schon die Nikotinmenge eines einzigen Päckchens dazu eignet, einen Mann auf der Stelle ins Jenseits zu befördern, ist weniger bekannt. Wie Letzteres funktioniert, demonstriert der immerzu fröhlich grimassierende Auftragsmörder Tok - ehe er, mit einer Bill-Clinton-Gummimaske und zu den Klängen von Beethovens "Ode an die Freude", noch ein gutes halbes Dutzend Gegner auf traditionelle Weise (sprich: mit der Pumpgun) aus dem Film entfernt.

  Dieser heißt "Fulltime Killer", stammt aus Hongkong und ist eine von mittlerweile vier Kollaborationen des chinesischen Pop- und Filmstars Andy Lau mit dem Regisseur Johnnie To (von denen in Österreich bislang nur "Running Out of Time" zu sehen war). Die eingangs beschriebene Sequenz ist das aktionistische Herzstück eines ironischen Gangsterthrillers

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