Bilderbuch

Kultur | aus FALTER 39/02 vom 25.09.2002

Bekannt wurde Edward Gorey (1925-2000) vor allem als Buchillustrator: Seine poetisch-versponnenen Zeichnungen zieren nicht nur die Cats-Vorlage "Old Possums Katzenbuch" von T.S. Elliott, sondern auch Werke von Samuel Beckett, oder Edward Lear. Gorey schrieb aber auch selbst Bücher. Sein erstes, nun auf Deutsch wiederaufgelegtes Werk handelt vom Schriftsteller Ronald Frederic Melf und davon, wie man Romane schreibt. Corey hat seinen hintersinnigen Text kongenial illustriert - mit gleich magischen wie ironischen Zeichnungen, die ein wenig an Paul Flora erinnern und Melfs erste Inspirationen ebenso ins Bild rücken wie seine Schreibkrisen ("Das ist ja alles grauenhafter Mist!", siehe Bild), seine Fahnenkorrekturen oder seinen Umgang mit späteren Rezensionen.

Edward Gorey: Eine Harfe ohne Saiten oder Wie man Romane schreibt. Aus dem Englischen von Wolfgang Hildesheimer. Berlin 2002 (Kindler). 72 S., O 10,20 / K. T.


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