Nüchtern betrachtet:

Kultur | aus FALTER 39/02 vom 25.09.2002

Klage eines katzenlosen Kolumnisten

Noch eine Woche danach bin ich von der zutiefst tendenziösen Berichterstattung in Format über Männer, die Katzen und "Sex and the City" nicht mögen, zutiefst erschüttert. Dass mit dermaßen dreisten Unterstellungen operiert wird, um der immer massiver werdenden Kritik an einer reichlich überschätzten TV-Sendung das Wasser abzugraben, überrascht mich, obwohl mein Glaube an die Existenz von ethischen und logischen Mindeststandards in Meinungsforschung und Journalismus nicht gerade auf Fels gebaut ist. Es gibt nämlich gar keine Menschen, die Katzen nicht mögen. Männer sind eine Teilmenge der menschlichen Gattung (etwaige Trägerinnen von lustig bedruckten T-Shirts, die das Gegenteil behaupten, sind nicht stimmberechtigt; die Erlaubnis zur Lektüre dieser Kolumne wird ihnen mit sofortiger Wirkung entzogen), können also schon aus Gründen der Logik nicht felinophob sein. Nun werden gewiss einige mir unwohl Gesonnene von einem Bein aufs andere hüpfen


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