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Karibisch

Stadtleben | aus FALTER 39/02 vom 25.09.2002

Mischungen sind immer spannend. Beim Kochen besonders, und eine der buntest gemischten Küchen überhaupt ist die kreolische der westindischen Inseln, übergehend und sich wieder mischend mit der Cajun-Küche Louisianas. Es spielen da nämlich mit: Die ursprünglichen Küchen der Tianos und Kariben, jene der afrikanischen Sklaven und jene der besiedelnden Franzosen, Italiener, Deutschen, Spanier - überall ein bisschen anders, stark geprägt vom Angebot der jeweiligen Inseln und der Küche der Kolonialmacht. Wien ist nicht gerade ein Zentrum der kreolischen Küche, aber man findet schon was:

Lerner's Cajun-Box, 19., Döblinger Hauptstr. 24, Tel. 0664/820 51 42, Di-So 17-2 Uhr.

Das kleinste und zugleich beste Lokal mit kreolischer und Cajun-Küche der Stadt. Improvisation und ein mutiger Einsatz von Gewürz prägten Oliver Lerners Stil, große Aha-Erlebnisse. Die Weine sind leider zu teuer.

Bayou, 2., Leopoldg. 51, Tel. 214 77 52, Mo-Sa 16-24, So ab 11 Uhr.

Erich "Master of pots and pans" Dirnwöber ist ein absolutes Tier in Sachen Zubereitung von Gumbos und Jambalayas, viel authentischer ists hierzulande wohl kaum zu bekommen. Grandios auch die nach originalen Rezepten gefertigten Andouilles und Creole Hot Sausages, das Gator Brew-Bier und die fallweise Verkochung eines Krokodils (gezüchtet!).

Comida y Ron, 1., Stubenring 20, Tel. 512 94 04, www.castillo-comida.at, Mo-Fr 11-15, Mo-So 18-1 Uhr.

Erstens mal die bestsortierte und wirklich sehr hübsch gemachte Rum-Bar der Stadt und dann noch ein kleines Restaurant, wo man bekocht wird, dass kein Auge trocken bleibt: kubanisch-karibisch, gegrillt und gekocht, aber wirklich so, dass es auch hierzulande schmeckt, toll!


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