Interview: Der Biobauernmeister

Extra | aus FALTER 39/02 vom 25.09.2002

Falter: Aus welchen Bundesländern stammen die Bauern, die auf der Freyung ihre Bioprodukte anbieten?

Hermann Edinger: Aus dem Burgenland, der Steiermark, aus Niederösterreich und teilweise sogar aus Kärnten. In Österreich gibt es viele Gebiete, wo nur hundertprozentig biologisch gewirtschaftet wird, und deswegen hat Österreich den höchsten Anteil an Biobauern weltweit.

Welche Produkte bekommt man hier?

Hermann Edinger: Das Angebot wechselt saisonal. Zum ständigen Sortiment gehören unter anderem Käse, Backwaren oder Fleischprodukte. Leider haben wir zurzeit ein wenig Probleme mit der Rindfleischversorgung. Unlängst ist auch noch ein Bauer, der Rindfleisch lieferte, nach Kanada ausgewandert. Natürlich gibt es Obst, Gemüse, Honig, Öl, Kräuterprodukte, Gewürze, Fisch, Getränke (Limonaden, Sirups, Säfte, Tee, Wein, Spirituosen) aber auch Keramik, beispielsweise bemalte Tassen, Teller und ähnliches. Im Schnitt sind an die dreißig Stände besetzt. Die Zahl variiert je nach Saison. Zur Verfügung stehen 13 Klappstände, 13 Eigenbaustände und zehn Hütten.

Kann sich der Konsument auf die Bioprodukte verlasen?

Hermann Edinger: Es gibt vereinzelt Anbieter, die versuchen, vom Biotrend zu profitieren. Aber es gibt auch Produzenten, die ohne ihr Zutun aus der Biogemeinschaft ausgeschlossen werden: Wenn beispielsweise auf dem Nachbarfeld Pestizide gesprüht werden, können sich diese auch auf die Produktion des nebenan angesiedelten Biobauern auswirken.


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