Was, wenn nicht rotgrün?


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 40/02 vom 02.10.2002

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Über die erstaunliche Tatsache, dass die ängstlichen Österreicher eine neue Koalitionsform wünschen.

Seit längerem ist etwas anders im Land, nur scheint dieses Etwas erst jetzt die Oberfläche der Wahrnehmung zu durchstoßen. Schon mitten im August hatten Umfragen erstmals eine Mehrheit für Rot-Grün gezeigt, 51: 49 Prozent. Aber damals redeten alle von der Flut und von den Abfangjägern und wie Riess-Passer und ihre liberale Regierungsmannschaft doch mit dem Schlamm und mit dem Haider fertig werden würden. Gummistiefel regierten das Land. Als die Koalition aus Schlamm und Schulterschluss platzte, war sofort die Schlagzeile da: Keine Experimente! Österreicher wollen keine rotgrüne Regierung!

Das greise Orakel aus der Muthgasse, das die Stimmung aus den eigenen Eingeweiden liest, täuschte sich. Nicht zum ersten Mal. Greise, aber nicht weise. Das freche Experiment, die waghalsige Zähmungsnummer, die Österreichs Ansehen in der Welt aufs Spiel setzte und

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