Antiamerikanismus?

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 40/02 vom 02.10.2002

AUSLAND. Bedenkt man, wofür die USA stehen, kann man auch von Antiamerikanismus in Washington sprechen. 

Donald Rumsfeld wird es mit Sicherheit noch billiger geben. Gerhard Schröders Wahlkampf habe die amerikanisch-deutschen Beziehungen "vergiftet", meinte der nicht gerade für seine feine Klinge bekannte Chef des Pentagon unmittelbar nach der Wahl. Aber spätestens Ende November, wenn die obersten NATO-Chefs zum nächsten Erweiterungsgipfel in Prag zusammenkommen, wird George Bush höchstpersönlich mit dem neuen und alten deutschen Kanzler zusammentreffen. Gut möglich, dass Schröder und Bush schon vorher, bei einem tête-à-tête in Washington, ihren Frieden miteinander machen, und zwar ohne ein spektakuläres Umschwenken des Deutschen in der umstrittenen Irakfrage. Denn Washington dämmern grausame Wahrheiten. Erstens ist das kriegsunwillige Deutschland kein Einzelfall, und zweitens braucht Amerika das Schlüsselland Europas mindestens genauso dringend wie umgekehrt.

  Gleich zwei


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