KINDERGELD NEU: Kürzere Babypause, mehr Geld

Politik | aus FALTER 40/02 vom 02.10.2002

Michaela Schüchner unterrichtet genau elf Stunden in der Woche. Bittet ihre Direktorin sie, doch die Stunde von einer kranken Kollegin zu übernehmen, rechnet Schüchner erst einmal genau nach, ob sie sich das überhaupt leisten kann. Prinzipiell hätte die Sonderschullehrerin nichts gegen die eine oder andere Überstunde, schließlich war ihr Mann noch Zivildiener, als Sohn Emil vor einem halben Jahr auf die Welt kam. Aber sie bekommt Kindergeld und darf nur maximal 14.534 Euro im Jahr dazuverdienen. Liegt sie drüber, muss sie das gesamte Kindergeld am Jahresende zurückzahlen. "Im Prinzip passt das Kindergeld für uns", sagt die 25-Jährige, "aber es ist leider so starr und unflexibel."

  Kommt Rot-Grün, soll das lockerer werden: Mütter dürften dann so viel dazu verdienen, wie sie bekommen können. Die SPÖ fordert ein "Karenzkonto", von dem die Eltern nach Belieben abbuchen können. Ihnen stehen genauso wie jetzt 15.696 Euro zur Verfügung - wenn Mutter und Vater in Karenz gehen,


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