Sicheres Trittland

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 40/02 vom 02.10.2002

FLÜCHTLINGE. Innenminister Ernst Strasser versucht, die skandalösen Zustände in überfüllten Flüchtlingslagern zu beseitigen. Die Lösung: Die Flüchtlinge werden von einem Tag auf den anderen auf die Straße gesetzt.

Manche Betten haben nicht einmal Matratzen. "Da schlafen Afghanen. Die waren in der Moschee beten und sind zu spät zur Zählung gekommen", erzählt ein Asylwerber aus dem Kosovo. Die Polizei habe ihnen daraufhin die Matratzen weggenommen. Jetzt müssen sie auf dem Lattenrost schlafen. Immerhin haben sie noch ein Dach über dem Kopf. Das Zimmer müssen sie sich mit sechzig Bewohnern teilen, die einzige Dusche im Stock wird von 300 Asylwerbern benutzt. Klos gibt es drei. "Und die sind von acht bis elf versperrt, weil geputzt wird", berichtet ein Afghane, der seit einem Monat auf seine Einvernahme durch das Bundesasylamt wartet.

  Alltag im Flüchtlingslager Traiskirchen. Einer ehemaligen Kaserne, in der es wie in einem Ziegenstall stinkt. Wer hier einen Platz bekommt,


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