PRESSEFREIHEIT: Asyl in Geldnot

Politik | aus FALTER 40/02 vom 02.10.2002

Der Vertrag war schon unter Dach und Fach - dachten die Mitarbeiter von Asyl in Not. 20.000 Euro für die Rechtsberatung von Flüchtlingen hat das Innenministerium dem Verein im Februar 2002 zugesichert. Auf das Geld wartet Michael Genner, Geschäftsführer der Flüchtlingsberatungsstelle Asyl in Not, bis heute. Denn der zuständige Sektionschef Wolf Szymanski will das versprochene Geld nun doch nicht ausbezahlen. Zufällig sei das Innenministerium in der Widerstands-Mailingliste "MUND" auf einen Artikel von Michael Genner gestoßen, in dem dieser die Praktiken eines Beamten des Innenministeriums scharf kritisiert. Konkret geht es um die Weihnachtsaussendung von Asyl in Not aus dem Jahr 2000, in der Genner Fälle auflistet, in denen ein Mitarbeiter des Bundesasylamts zuungunsten der Asylwerber entschieden hat. Und dies, obwohl es sich um Folteropfer handelte und um Menschen, die in ihrem Heimatland vom Tod bedroht sind. Vier von ihnen erhielten in einer höheren Instanz Asyl. Eine Kurdin,

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