Mehr Licht!

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 40/02 vom 02.10.2002

fotografie Noch nie erzielte die Fotografie so hohe Preise, noch nie wurde sie von Künstlern so häufig verwendet, noch nie gab es so viele Fotoausstellungen. Während technisch eine Revolution im Gange ist, sind die Themen der Kunstfotografie erstaunlich unmodern. 

Fotoausstellungen nehmen im Wiener Kunstbetrieb einen immer größeren Raum ein. Ausstellungshäuser wie das Kunsthaus Wien oder das Palais Harrach, eine Außenstelle des Kunsthistorischen Museums, spicken ihr Programm mit Personalen von Fotografen wie David LaChapelle und Erich Lessing. Eingefleischte Malereisammler wie der Bauunternehmer Karl-Heinz Essl kaufen neuerdings auch Fotoarbeiten. Das Museum moderner Kunst erwirbt Fotos von Happenings des Fluxus-Künstlers Nam June Paik, die bis vor kurzem noch als dokumentarisches Beiwerk galten. Fotografie, wohin das Auge blickt - und das, obwohl das Medium gerade dabei ist, "technologisch als Werkzeug der Bilderzeugung überholt zu werden", wie der französische Fotokunst-Spezialist


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