OHREN AUF! Falsch bescheiden

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 40/02 vom 02.10.2002

Dezent verschweigt das Cover der CD "Toshio Hosokawa - J.S. Bach - Isang Yun" (ECM/Lotus) von Thomas Demenga einen wesentlichen Aspekt dieses neuen Doppelalbums des Schweizer Cellisten: Natürlich ist seine Einspielung der Suiten Nummer fünf und sechs für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach in der Kombination mit klein besetzten Werken der beiden asiatischen Zeitgenossen ein wunderbar stringentes, eigenständiges Programm; aber es ist eben auch der - unerwähnte - Abschluss einer fünfteiligen Serie, an der Demenga mit langem Atem in den letzten fünfzehn Jahren arbeitete.

1987 begann er damit, jeweils eine der insgesamt sechs Bach'schen Solosuiten verschiedenen Kammerwerken des 20. Jahrhunderts gegenüberzustellen: Musik von Heinz Holliger mit der vierten Suite zum Auftakt folgten Elliot Carter und die dritte Suite (1990), Sándor Veress und die erste Suite (1993) sowie Bernd Alois Zimmermann und die zweite Suite (1996).

Ein seinerzeit wenn nicht revolutionärer, so doch zumindest


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