Sideorders: Spanisches Dorf

Stadtleben | aus FALTER 40/02 vom 02.10.2002

Erstaunlich eigentlich, wie lange es gedauert hat, bis sich die spanische Küche einigermaßen in Wien durchsetzen konnte. Was nicht zuletzt am EU-Beitritt Österreichs und damit dem Fall der Handelsbeschränkungen lag, denn die spanische Küche lebt von den äußerst typischen Produkten. Tapas, die kleinen, schnellen, würzigen Happen für den späten Nachmittag, sind eine geniale Erfindung, hier bekommt man sie:

Bodega Marqués, 1., Pariserg. 1, Tel. 533 91 70, Mo-Sa 17-1 Uhr.

Der beste Spanier, den Wien je hatte. Vielleicht nicht unbedingt übertrieben authentisch, aber was hier an Tapas aus der Küche kommt, ist so ziemlich das Feinste, was es am mediterranen Sektor in Wien überhaupt gibt. Kostet freilich auch sein Geld, exorbitante Spanien-Weinkarte.

Aioli, 1., Stephanspl. 12, Tel. 532 03 73, tägl. 10-24 Uhr.

Attila Dogudans erfolgreiches Mediterran-Projekt: Antipasti zum Selbernehmen, Tapas aus der Küche, erstklassige Qualität nicht zuletzt aufgrund der Direkt-Beschickung aus Barcelona. Design von spanischen Jungarchitektinnen.

Bodega Española, 4., Belvedereg. 10, Tel. 504 55 00, Mo-Sa 18-1 Uhr.

Eigentlich der Pionier auf dem Sektor der Tapas-Kultur in Wien. Wird designmäßig jedem Spanien-Klischee gerecht, große Weinkarte, feine Selektion von spanischen Happen aus allen Regionen.

El Español, 4., Paulanerg. 7, Tel. 0676/534 90 50, Mo 17-23, Di-Fr 11-21, Sa 11-17 Uhr.

Ursprünglich als Filiale der Bodega Española geplant, dann aber von auf Spanien spezialisierten Weinhändlern und einem Koch mit Iberien-Erfahrung übernommen. Eng, skurril und witzig, ein paar Tapas, die aber erstklassig sind. Montags immer Tapa-Abend mit Weinverkostung.


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