Alles auf ein Brötchen

Stadtleben | FLORIAN HOLZER | aus FALTER 40/02 vom 02.10.2002

NEUES LOKAL. Eine spanische Tapas-Kette eröffnete ihr erstes Lokal in Wien und beweist, dass man so ziemlich alles auf ein Brötchen bekommt.

Das Tolle an spanischen Tapasbars ist ja die Tatsache, dass jede auf einen ganz besonderen Happen spezialisiert ist - man geht von Lokal zu Lokal, isst dort ein Stückchen der besonders superen Wurst, trinkt dort ein Glas Sherry zu den sauer eingelegten Sardinen, kiefelt anderswo am frittierten Schweineohr herum. Großartig!

Der Gedanke, der da allerdings auch irgendwie nahe liegt, ist, das Wesen der Tapasbar zu systematisieren und zu standardisieren. So geschehen im Jahr 1992, als aus dem äußerst erfolgreichen Lokal Eguzki in Sitges, einem Badeort westlich von Barcelona und seit einigen Jahren Spaniens Homo-Hochburg, die Kette Lizarran wurde: 63 Outlets in Spanien und sechs in Portugal fabrizieren seitdem belegte Brötchen in einem Spektrum von über 300 verschiedenen Sorten, 1999 wurden 15 Millionen davon veräußert. Wobei es eigentlich keine


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