Eiszeit in Istanbul

Extra | Maya McKechneay | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

SPECIAL In seinen bislang fünf Spielfilmen erzählt Zeki Demirkubuz von der Vereinsamung des großstädtischen Individuums. Eine Werkschau des türkischen Autorenfilmers. 

Glitzernd liegt das Meer im Sonnenschein. In der Ferne ein grün bewaldeter Hügel, im Vordergrund schiebt sich langsam ein weißes Boot über die Wellen. Eine perfekte Postkartenidylle, wäre da nicht der Verkehrslärm, der sie überlagert. Wenn nun die Kamera allmählich schwenkt, wandert sie über eine mehrspurige Schnellstraße. Noch ein Stück weiter, und wir erkennen im Schatten ein Betongebäude. In einem der Fenster lehnt ein Mann. Sehnsüchtig blickt er nach draußen.

Allein die Art, wie Zeki Demirkubuz' bislang letzter Film, das Ehedrama "Itiraf" ("Geständnis", 2001), seinen Helden einführt, beinhaltet jenes Grundmotiv, das das Werk des türkischen Autorenfilmers bestimmt: die unüberwindliche Einsamkeit des Menschen. Immer wieder begeben sich die Helden in Demirkubuz' Filmen auf die Suche nach Gemeinsamkeit,


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