Mao, Marx & Coca-Cola

Extra | Michael Loebenstein | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

China Die Filmemacher der sechsten Generation erzählen über junge Leute, die zwischen sozialer Repression und den Verlockungen der Marktwirtschaft Orientierung suchen. 

Als die "sechste Generation" bezeichnen Beobachter des chinesischen Kinos jene Filmemacherinnen und Filmemacher, die, Ende der Sechzigerjahre geboren, ihr Studium an der Beijinger Filmhochschule etwa zu der Zeit aufnahmen, als die chinesische Filmzensur, in der Folge der niedergeschlagenen Studentenrevolte von 1989, in eine extrem repressive Phase eintrat. Die Bezeichnung dient dabei weniger als Chiffre für eine bestimmte modernistische Bewegung (wie etwa im taiwanesischen Kino der späten Achtziger und Neunziger), als vielmehr als ein zeitlicher und gesellschaftlicher Marker: Die "Kinder von Marx und Coca-Cola" erzählen Geschichten über junge Menschen, die zwischen den Folgeschäden der Kulturrevolution und den zwiespältigen Versprechungen der neuen Marktwirtschaft Identität und Orientierung suchen. Metropolen wie


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