Rot ist die Persimone

Michael Loebenstein | Extra | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

Ethno Eine kleine Reihe aktueller Dokumentarfilme widmet sich der Landarbeit als Kultur- und Überlebensform menschlicher Existenz. 

So sehr das Kino ein Kind der Industrialisierung ist, so sehr hat es sich immer nach der Natur gesehnt. Schon die ersten Operateure bereisten mit ihren klobigen Kameras entlegene Landstriche, um das einfache Leben der Bauern, Wildhüter und Landarbeiter für ein urbanes Publikum "einzufangen". Dennoch sieht man, gerade im Fernsehen, nur selten Beispiele reflektierten, ethnographischen Dokumentarfilmschaffens. Dass es jedoch immer wieder auch Filme gibt, die die widersprüchliche Realität zeitgenössischer Landarbeit und nomadischer Daseinsformen abseits von Schäferromantik oder New-Age-Schwärmerei anerkennen, macht auf unterschiedlichste Weise eine Reihe von Filmen auf der Viennale deutlich.

Menschen ohne Sitzleder

"Ist Ihnen denn nie langweilig, wenn sie unterwegs sind?" Thomas Landis seufzt, verdreht die Augen: "Oh, diese Frage!" Die Situation ist eine

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