Tödlich authentisch

Extra | Gerhard Stöger | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

Hiphop Nick Broomfield beleuchtet in "Biggie and Tupac" die gewaltsamen Tode der HipHop-Ikonen Notorious B.I.G. und Tupac Shakur. 

Wie nirgendwo sonst im Pop ist das Verhältnis zwischen Kunst und Authentizität im HipHop seit jeher höchst ambivalent. Diese permanente Uneindeutigkeit machte es gerade in der kommerziell so erfolgreichen Genre-Spielart des Gangsta-Rap unmöglich, eindeutig zwischen einem Image und der Abbildung von Gewalt sowie zwischen stilisierter und echter Aggressivität zu unterscheiden.

Der Konflikt zwischen Puff Daddys New Yorker Plattenlabel Bad Boy Entertainment und Suge Knights in Los Angeles beheimatetem Konkurrenten Death Row Records war das bislang tragischste Beispiel dafür. Am Beginn dieses dunklen Kapitels der HipHop-Geschichte stand Mitte der Neunziger die verbale Auseinandersetzung um die "wahre" Metropole des HipHop, die sich rund um die beiden Labels und ihre zwei erfolgreichsten Künstler - Notorious B.I.G. alias Biggie Smalls an der Ostküste, Tupac


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