One from the heart (of Texas)

Extra | Georg Seesslen | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

Tribute Sissy Spacek darf als Ausnahmeerscheinung unter den Schauspielerinnen ihrer Generation gelten: Mit einer Auswahl ihrer wichtigsten Filme ehrt die Viennale das Mädchen vom Lande mit dem unverwechselbaren Blick. 

Sissy Spacek gehört zu den wenigen amerikanischen Schauspielerinnen, die nicht bloß auf Glamour und die konventionelle Form von Sexappeal verzichten können, sondern auch auf das Anbieten eines role models. Sie ist, radikal wie sonst wohl nur Robert De Niro, der Typus eines "imagelosen Schauspielers". Das Bild hinter dem Bild ist kein Super-Bild, sondern ein Mensch. Das heißt nicht, dass es zu ihr keinen schauspielerischen Mythos, keine "magische" Biografie in den Filmen gäbe, sondern dass Spacek, anders als die Imago des klassischen Stars, als Schauspielerin nicht auch schon die Antwort auf die in den Filmen verhandelten Konflikte ist. Im Gegenteil: Ihre Technik verschärft die Fragestellung.

Die Frage, die Sissy Spacek in ihren Filmen an die amerikanische Gesellschaft


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