Ansichtssache

Bodo goes thru Hell

Extra | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

Die Kamera spielt Auge. Oberer und unterer Bildrand sind leicht nach innen gewölbt, als hätten bei der Aufnahme ermüdete Lider über dem Objektiv geruht. Wir sehen eine geräumige Altbauwohnung, abgetretenes Parkett, Wände voll mit Bücherschränken. Irgendwo im Hintergrund geistert der Besitzer durch die Räume, geht seinen täglichen Verrichtungen nach, ordnet Notizen oder kramt in Karteiladen, die merkwürdige Aufschriften tragen, während uns aus dem Off jemand etwas in der Art von "Windhose, Lederhose, Neurose" zumurmelt. Wir sind in der Klause eines Dichters, zu Besuch bei Bodo Hell, der sich in diesem Moment anschickt, ein Buch aus dem Regal zu ziehen, das denselben Titel wie der Film von Bady Minck hat: "Im Anfang war der Blick" - sonst nichts, nur weiße, unbeschriebene Seiten.

Plötzlich hat der Hintergrund gewechselt. Eine kleine Unachtsamkeit des Rezensenten, der sich bemühte, einen Blick auf den neben besagtem Buch stehenden Fotoband des slowakischen Heimatkundlers Karel


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