Miserabler Manager

Vorwort | FLORIAN KLENK | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

KOMMENTAR. Innenminister Strasser stellt die richtigen Fragen zur Asylpolitik und antwortet mit völlig falschen Konzepten. 

Welche Visionen dieser Mann doch manchmal hat. Wenn in der Asylpolitik nicht bald etwas geschehe, so warnte Innenminister Ernst Strasser, ÖVP, vergangene Woche, "dann werden sieben Millionen Österreichern 15 Millionen Inder und 20 Millionen Chinesen gegenüberstehen". Unbeirrbar werde er deshalb an seiner neuen Asylpolitik festhalten, auch wenn "ausländischen Organisationen" das nicht passe. Mit den "ausländischen Organisationen" meinte Strasser den UNHCR, das Flüchtlingshochkommissariat der UNO, das den Innenminister für seine Asylpolitik der letzten Wochen ungewöhnlich scharf kritisiert hatte.

  Ausländerflut, freche Kritik aus dem Ausland, Kampf den Wirtschaftsflüchtlingen. Ernst Strasser, der sonst so moderat und modern auftretende "rot-weiß-rote Innenminister", spricht jetzt wie ein Blauer und erinnert dieser Tage ein wenig an den SPÖ-Innenminister

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