Tod im Gefängnis: "Du schaust nicht gut aus"

Politik | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

Auch in Klagenfurt ereignete sich ein seltsamer Todesfall unter den Augen der Staatsgewalt. Als zwei Insassen des Klagenfurter Gefängnisses vergangenen Sonntag nach dem Essen in ihre Zelle zurückkehrten, lag ihr junger Zellengenosse Harald K., 24, noch immer still auf seinem Bett. "Mir gehts nicht so gut", hatte er vor einer Stunde geklagt und sich hingelegt. Eine Stunde später quoll nur noch blutiger Schaum aus dem Mund des Toten. Die Justiz schien der Fall zunächst nicht sonderlich zu interessieren. "Fremdverschulden", so urteilte Staatsanwalt Dietmar Pacheiner noch vor der Obduktion, "dürfte auszuschließen sein". Es habe sich "vermutlich um Herzversagen" gehandelt.

  Schon wieder Herzversagen? Mittlerweile ermittelt auch in diesem Fall die Staatsanwaltschaft. Harald K.s Brüder haben Anzeige wegen fahrlässiger Tötung erstattet. Sie vermuten, dass der psychisch kranke Mann in der Haft von Ärzten mit falschen Medikamenten versorgt und schlecht betreut wurde. Die Ärzte des Landeskrankenhauses


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