"Ganz in Berlusconis Hand"

Medien | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

MONOPOLE. Der italienische Medientheoretiker und Politaktivist Franco "Bifo" Berardi über die mafiose Politik des Medienzaren und Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, den barocken Geist der Mediengesellschaft, die Roten Brigaden und die Rezeption des Theoriebestsellers "Empire" in Italien. 

Wer die Medien hat, hat die Macht. Nirgends wird diese Behauptung so eindrucksvoll bestätigt wie in Italien - im Reich des Medienunternehmers Silvio Berlusconi. Begonnen hat alles im Jahr 1975, als das Urteil eines italienischen Höchstgerichts das staatliche Rundfunkmonopol für verfassungswidrig erklärte. Rasch entstanden Hunderte private Radiostationen - und einige Jahre später auch Fernsehkanäle. Als Silvio Berlusconi im Frühjahr 2001 Ministerpräsident wird, ist er Eigentümer der Gesellschaft Mediaset, zu der die großen privaten TV-Stationen gehören, und einer Reihe von Verlagshäusern, in der Tageszeitungen und Magazine erscheinen. Seitdem versucht Berlusconi, seinen Einfluss auch


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