FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

Ein guter, wenn auch tiefer Gag in drei Stunden: "Ich habe mir im Leben noch nicht mal den Arm gebrochen, aber Dieter sich schon zweimal den Aal", witzelte "Wetten, dass..."-Dino Thomas Gottschalk über die beiden Penisbrüche, die Schlagermillionär Dieter Bohlen bereits erlitten hat und in seinem autobiografischen Werk "Nichts als die Wahrheit" erschütternd ehrlich schildert. Bohlen durfte von der Wettcouch aus für sein Buch werben, Modelgeschäftsfrau Cindy Crawford verhökerte dort ihr Parfum, Mike Krüger seine Show, Schauspielerin Maria Furtwängler zeigte ihren neuen TV-Film: Die Samstagabendshow als Gemischtwarenladen, als Marketingbühne für die Promi-Gäste. Das war früher auch nicht anders, aber da war das Ganze in bessere Wetten verpackt und wurde von einem lustigeren Gottschalk verkauft. Mittlerweile sind aber nicht nur die Promi-Plaudereien ermüdend - bei hübschen Frauen anzüglich - sondern auch die Wetten jenseits von gut und böse. Wenn zum Beispiel wegen Schlechtwetters eine Wette ausfällt und Gottschalk beinhart die paar Sekunden Aufzeichnung von der Generalprobe des vergangenen Tages als gewonnene Wette präsentiert. Wetten, dass "Wetten, dass..." tot ist?


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