Kommentar - Volksoper: Vorhang für den Direktor

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

Es ist nicht wirklich zu früh für den Abschied. Auch wenn Dominique Mentha, der sympathische Direktor der Volksoper Wien, erst mit Ende der laufenden Spielzeit 2002/2003 die Stadt in Richtung Luzern verlässt - vorzeitig und nicht gerade im Frieden. Doch wirklich da war der glücklose Intendant schon lange nicht mehr. Wenn er überhaupt jemals richtig in Wien angekommen ist.

Seinem einst stolz verkündeten Ziel jedenfalls, das zweite Opernhaus der Stadt als "lebendige, junge, ein bissl verrückte" Bühne aus dem Schatten der altehrwürdigen Staatsoper zu führen, ist Mentha seit seinem Antritt 1999 kaum näher gekommen: Von der versprochenen programmatischen "Ergänzung und Erweiterung des österreichischen Musiktheater- und Tanzangebots in Richtung Innovation" war wenig zu bemerken. Und dass auch künstlerisch einiges in die Hose ging, gibt der Direktor sogar selber zu. Die Frage allerdings, ob dieses Scheitern auch seine eigene Schuld sei, ist nicht ganz so eindeutig zu beantworten wie


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