Empathie im ewigen Licht

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

FILM. Trotz spektakulärer Landschaftsaufnahmen, prominenter Besetzung und solidem Plot lässt einen Christopher Nolans Arktis-Thriller "Insomnia" irgendwie kalt. 

Jetzt nur kein Risiko eingehen!, mag man sich bei Warner gedacht haben, als man Christopher Nolan - nach seinem Riesenerfolg "Memento" (2000) der wohl begehrteste Indie-Regisseur Amerikas - für einen Blockbuster verpflichtete. Und so ist der Plot von Nolans erster Big-Budget-Produktion - Titel: "Insomnia" ("Schlaflos") - bereits vorab spannungserprobt: Es handelt sich um das Remake des gleichnamigen norwegischen Thrillers (Regie und Drehbuch: Erik Skjoldbjærg) aus dem Jahr 1997. Den Ort der Handlung verlegte man von den pittoresk-zerklüfteten Fjorden Nordnorwegens an die nicht weniger malerische Küste Alaskas und besetzte die Hauptrollen mit großen Namen: Al Pacino, Robin Williams und Hilary Swank.

  Pacino gibt den alternden Starkommissar, der zur Klärung eines außergewöhnlichen Mädchenmordes - der Täter hat der

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