"Es ist ja wirklich passiert"

Kultur | MATTHIAS DUSINI  | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

THEATER. In ihrem Stück "fake reports" thematisiert Kathrin Röggla die mediale und politische Rezeption des 11. September 2001. Vor der Premiere im Volkstheater sprach sie mit dem "Falter" über ihre Doppelrolle als Augenzeugin und Schriftstellerin. 

Die in Berlin lebende Salzburger Schriftstellerin Kathrin Röggla erlebte den 11. September 2001 in einer Wohnung in Manhattan, keinen Kilometer von den Türmen des World Trade Center entfernt. Vor einem Jahr veröffentlichte sie im Falter (39/01) einen literarischen Bericht der Ereignisse. In dem dokumentarischen Buch "really ground zero", in einem gleichnamigen Hörspiel und schließlich in dem Theaterstück "fake reports" - das nun als Koproduktion von Volkstheater und steirischem herbst uraufgeführt wird - hat sie die Katastrophe literarisch verarbeitet. Der "11. September" wird im Stück zwar kein einziges Mal genannt, ist aber der offensichtliche Auslöser jener politischen und medialen Rhetorik, die die 31-jährige Schriftstellerin


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