"Ein Tritt in den Arsch"

Kultur | PETRA RATHMANNER | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

LITERATUR. Seit zehn Jahren rückt die Wiener schule für dichtung das lichtscheue Schreibhandwerk höchst erfolgreich ins Rampenlicht. 

Zehn Jahre schule für dichtung bedeutet zehn Jahre Auseinandersetzung mit den folgenreichsten und revolutionärsten Vorgängen innerhalb der Sprachkunst seit Plato und Sappho", gibt sich Christian Ide Hintze, Mitbegründer und künstlerischer Leiter der schule für dichtung (sfd), alles andere als bescheiden. In seinem Büro, einer Mariahilfer Altbauwohnung mit knarzendem Parkett und langem Flur, wo neben anderen Dichterreliquien eine eingerahmte Wollmütze von Allen Ginsberg auffällt, türmen sich Berge vollgekritzelter Papiere. Überall Bücher, dazwischen Druckfahnen, Aschenbecher gehen über. Inmitten dieses Durcheinanders spricht der 47-jährige Schriftsteller und sfd-Organisator mit bedeutungsvoller Stimme Programmatisches: "Wir laden Künstler als Lehrer ein, die neue Horizonte entdeckt haben und an der Bruchlinie von Schrift und schriftüberschreitenden


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