Von 099 auf 001

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

MUSIK. Mit Musik zwischen Avantgarde, Elektronik und Improvisation fand das Wiener Label Durian internationale Beachtung. Bei einem Festival wird nun beinahe der gesamte Katalog live präsentiert. 

In Südostasien wächst die Durian, eine fünf, sechs Pfund schwere, stachelige Frucht, die sehr lecker schmecken soll, aber fürchterlich stinkt: nach einer Mischung aus zu altem Käse, faulen Zwiebeln, Terpentin und Baby-AA, wie selbst Durian-Liebhaber zugeben. Das Fruchtfleisch hingegen erinnere an butterähnlichen Vanillepudding, begleitet von Mandelgeschmack, einem Hauch Frischkäse, Zwiebelsauce und braunem Sherry (www.durian.net). Ohne einen Vergleich mit dem Wiener Experimentallabel gleichen Namens über Gebühr strapazieren zu wollen: Auf ähnlich disparate Referenzen müsste jedenfalls zurückgreifen, wer das musikalische Programm beschreiben wollte, das Uli Fussenegger und Werner Dafeldecker, die beiden Labelgründer und -betreiber, in den letzten sieben Jahren herausgegeben haben.


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