Im Wandernadelwald

CHRISTOPHER WURMDOBLER | Stadtleben | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

WANDERN. Herbstzeit ist Wanderzeit. Im Wiener Stadtgebiet gibt es über 400 Kilometer Stadtwanderwege, auf denen auch ungeübte Stadtspaziergänger schnell zu Treckingfans werden. Aber Obacht: Urban trecking ist trotz der Nähe zur Zivilisation nicht ganz unanstrengend. 

Der Nasenweg bringts. Vom Kahlenbergerdörfl am Donauufer führt der mit spitzen Steinen gepflasterte Weg steil hinauf zum Leopoldsberg. Dabei ist der 1877 errichtete, einzige mit architektonischen Mitteln gestaltete Fußweg Österreichs immer wieder für Überraschungen gut: Dramaturgie zehn Punkte! Von den Aussichtskanzeln und -terrassen ergeben sich immer neue Ausblicke auf die Stadt. Zuerst nur hinüber nach Transdanubien, den Bisamberg, die Donauinsel und das neue Wien bei der Reichsbrücke. Anschließend und nach anstrengender Steigung auch auf den Rest von Wien: den Stephansdom, die Twintowers am Wienerberg, die Wohnsilos in Alterlaa und so weiter. Davor gibt es Hügel, sanfte Hänge mit Weingärten und - zurzeit

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