"Wir wollen Sex"

Stadtleben | WOLFGANG PATERNO | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

TÜRKISCHE JUGENDKULTUR. Trotz massiven Selbstbewusstseins und schlagfertiger Präsentation ihrer Welt sind die türkischen Jugendlichen der zweiten und dritten Generation noch immer ausgegrenzt. Ein Buch will jetzt helfen, die Kluft zu überwinden. 

An den Wirtshaustischen des Landes, dort, wo die anständigen und ehrlichen Österreicher beisammensitzen und einander ihr anständiges und ehrliches Österreichertum bestätigen, sich dabei auch gern in dumpfem und alkoholgesättigtem Rassismus ergehen, sitzt Karina Schwann nur mit Grauen. "Dieses ganze fremdenfeindliche Gerede, das ganze Blablabla", sagt sie angewidert. "Diese Leute, die nicht über ihren eigenen Tellerrand hinausblicken können, sind gefährlich."

  Brenzlig kann es mitunter auch außerhalb von Wirtshäusern werden. Als Schwann, 32, die nach einigen Jahren als Redakteurin beim Jugendsender FM4 nunmehr als freie Radiojournalistin für Ö1 ("Ambiente", "Diagonal") arbeitet, vor kurzem von einer Haider-kritischen Demo in


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