TIER DER WOCHE: Ig norant


PETER IWANIEWICZ
Stadtleben | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

ignoble adj. niedrig "Geburt, Herkunft"; niederträchtig "Person"; schändlich "Tat"

Es gibt den Nobelpreis und den Alternativen Nobelpreis (Right Livelihood Award). Mit beiden Auszeichnungen werden besondere Taten und wissenschaftliche Erfolge von Menschen hervorgehoben und anerkannt. Seit 1991 wird auch noch der Ig Nobel verliehen, ein Preis, der jenen Leuten zukommt, deren "Leistungen nicht wiederholt werden können oder sollen". Das klingt lustig und soll es auch sein, denn der Ig Nobel wird von der Zeitschrift Annales of Improbable Research, einer Art MAD für Wissenschaftler, vergeben. Die anderen Medien berichten dann gerne über die Nominierungen und witzeln dabei über offenbar absurde Forschungen. Wie zum Beispiel jene Arbeit zur "Schätzung der Gesamtoberfläche Indischer Elefanten", die dem Inder K.P. Sreekumar den diesjährigen Hauptpreis für Mathematik eingetragen hat. Das verlangt direkt nach brüllender Schenkelklopferei und zeigt uns halt wieder einmal, wie sinnlos offenbar

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