Königspinguine & Teddybären

Extra | ERICH KLEIN | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

LYRIK. Bettina Balàka bevölkert sprühende poetische Landschaften mit allerlei Vögeln, Evelyn Schlag schickt ein Reh durch ihre Liebes- und Reisegedichte. 

Von Russland bis Amerika / eine Steppe / du verfliegst dich / du verfliegst nicht." Bettina Balàka, Jahrgang 1966, ergeht es in ihrem dritten Gedichtband des Öfteren so. Nein, es geht bei diesem Flug nicht um den 11. September, an dem kaum ein zeitgenössischer Gedichtproduzent unbeschadet vorbeikam, sondern um die so genannte Steppenhexe. Balàkas "Dissoziationen", Gedichte "aus Pflanzen und Vögeln", so der Untertitel des schmalen Bändchens, umkreisen in langstrophigen und kurzzeiligen Wortketten Natur und Geschichte. Eichelhäher, Graugans oder Saatkrähe bevölkern eine funkelnde und sprühende poetische Landschaft, in der sich außerdem Granatapfelbaum, Mistel oder Platane finden.

  Bleiben die ziselierten Gebilde konkret wie in der Beschreibung der Türkentaube ("es geht um die Drehung des Kragens") oder der Silberpappel


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