"Das Wort ,Liebe' ist leer"

Extra | ERICH KLEIN | aus FALTER 41/02 vom 09.10.2002

LYRIK. Franz Josef Czernin gilt als "schwieriger" Dichter. Dennoch erhebt er den Anspruch, auszusprechen, was alle angeht. Mit dem "Falter" sprach er über Paul Celan und Wolfgang Ambros, über die Ähnlichkeit von Kirche und Dichtung oder über die Unmöglichkeit, Gedichte zum 11. September zu schreiben. 

Tausende Sonette habe er geschrieben, sagt der 1952 in Wien geborene Dichter Franz Josef Czernin. Ein geringer Teil davon wurde seit 1978 veröffentlicht in den beiden Bänden "Die Kunst des Sonetts" (1978), in "gedichte" (1992), "natur-gedichte" (1996), als Shakespeare-Übersetzungen (1999) und zuletzt im Band "elemente, sonette". Czernins Gedichtproduktion wird einerseits von luziden Essays und Studien zu Autoren wie Paul Valéry, T.S. Eliot oder Jorge Luis Borges, andrerseits von literaturkritischen Polemiken gegen Zeitgenossen wie Marcel Reich-Ranicki, Christoph Ransmayer, Josef Haslinger oder Durs Grünbein begleitet. Mit der Form des literarisch-philosophischen Dialogs hat Czernin


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